Fragen, die häufig zum Thema Gebärmutterhalskrebs aufkommen, haben wir hier zusammen mit den Antworten aufgelistet.
Sollten weitere Fragen offen bleiben, hilft Ihnen Ihr Gynäkologe gerne weiter.

Fragen & Antworten

Wodurch wird Gebärmutterhalskrebs verursacht?
Anders als bei vielen Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs nicht erblich bedingt, sondern wird durch eine Infektion mit dem sogenannten humanen Papillomvirus (HPV) verursacht.

 
Führt eine Infektion immer zu Krebs?

Nein. Auf keinen Fall bedeutet eine HPV-Infektion zwangsläufig an Krebs zu erkranken. Nur bei etwa 1% aller infizierten Frauen entwickelt sich über einen Zeitraum von 7 bis 15 Jahren ein Karzinom.

 
Wie kann man sich mit HPV infizieren?

Humane Papillomviren (HPV) werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Viren überhaupt. Untersuchungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, sich im Laufe des Lebens mindestens einmal damit zu infizieren, bei etwa 78 bis 90%.

 
Wie kann man sich vor HPV schützen?

Auch wenn Kondome bei der Verhütung anderer Geschlechtskrankheiten sehr effektiv sind, bieten sie keinen ausreichenden Schutz gegen HPV. Das liegt daran, dass HPV auch über Hautstellen übertragen werden können, die nicht durch das Kondom geschützt sind.Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, sich mit einer Impfung vor den zwei aggressivsten HPV-Typen, Typ 16 und Typ 18, zu schützen. Diese sind für etwa 70% aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich. Die Impfung ersetzt jedoch nicht die jährliche Vorsorge, da es weitere 16 Hochrisiko-Typen gibt, gegen die die Impfung keinen Schutz bietet.
Um dieses Restrisiko auszuschließen, kann ein spezieller HPV-Test eingesetzt werden, der einzelne Virustypen nachweist.

 
Was ist ein HPV-Test?

Ein HPV-Test wird im Bereich der Krebsfrüherkennung eingesetzt. Mit seiner Hilfe ist es möglich, eine Infektion mit HPV nachzuweisen und so das individuelle Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu bestimmen. Ähnlich dem Pap-Abstrich wird für den HPV-Test eine Zellprobe aus dem Gebärmutterhals entnommen und zur Untersuchung in ein Labor geschickt. Da die humanen Papillomviren je nach Typ unterschiedliche Risiken für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in sich bergen, ist es entscheidend, den genauen HPV-Typ einer vorliegenden Infektion zu bestimmen.

 
Wie funktioniert ein HPV-Test?

Im Rahmen der üblichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung wird Ihnen mittels Abstrich eine Zellprobe aus dem Gebärmutterhals entnommen und zur Untersuchung in ein Labor geschickt.

 
Was sagt Ihnen das Ergebnis des HPV-Tests?

Bei einem negativen Testergebnis, also wenn kein Virus vorliegt, ist das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken äußerst gering und die normale Vorsorge bietet ausreichend Schutz. Bei einem positiven Testergebnis ist es entscheidend, welcher und ob ein aggressiver HPV-Typ (z.B. 16 oder 18) für das Testergebnis verantwortlich ist. Auf keinen Fall bedeutet eine HPV-Infektion, dass Sie zwangsläufig an Krebs erkranken. Nur bei etwa 1% aller infizierten Frauen entwickelt sich über einen Zeitraum von 7 bis 15 Jahren ein Karzinom. Bei Nachweis eines erhöhten Risikos wird Ihr Gynäkologe Ihnen engmaschigere Kontrollintervalle als üblich empfehlen, zur frühzeitigen Erkennung möglicher Zellveränderungen am Gebärmutterhals.

 
Macht eine Impfung Sinn?

Eine Impfung schützt mittlerweile vor den zwei aggressivsten HPV-Typen, Typ 16 und Typ 18, die für etwa 70% aller Erkrankungen am Gebärmutterhals verantwortlich sind. Es gibt jedoch noch 16 weitere sogenannte Hochrisiko-Typen. Um dieses Restrisiko auszuschließen, kann ein HPV-Test eingesetzt werden, der jeden Virustyp einzeln nachweist.

 
Sind alle HPV-Typen gefährlich?

Nein. Etwa 100 HPV-Typen sind bisher bekannt, 18 davon gelten als aggressiv, können also Zellveränderungen bewirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen. Können! Denn in der Regel siegt das Immunsystem über den Fremdling - die Infektion heilt aus, ohne dass Symptome auftreten.

 
Gibt es Faktoren, die das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken erhöhen?

Ja, diese sogenannten Kofaktoren sind: Rauchen, zusätzliche Infektionen im Genitalbereich, zahlreiche Schwangerschaften und frühe Geburten, AIDS, Medikamente, die das Immunsystem imterdrücken, z.B. nach Organtransplantation und Einnahme hormoneller Verhütungsmittel („Pille“) über längere Zeiträume.